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Die vorletzte Arbeitswoche

Die letzte Arbeitswoche, die volle 5 Tage umfasst, hab ich gestern eingeläutet. Deshalb habe ich mir mal rausgenommen heute schon mal einen Bericht über die letzte Woche zu verfassen.

Montag-Freitag 12.02-16.02.07

Man merkt, dass sich alles dem Ende zuneigt, weil nichts mehr funktioniert! Montags hatten Karsten und ich erstmal keinen Zugang mehr zum Netzwerk. Unsere Login´s waren einfach mal so „expired“ also abgelaufen. Da dachte ich ja fast schon es kann nicht besser kommen, aber weit gefehlt… Es ging noch zu toppen! Das Büro in dem ich jetzt hier die letzten paar Monate gearbeitet hab ist noch nicht mal ein Jahr alt, aber die Klimaanlage ist schon kaputt! Das muss man sich mal überlegen, möchte gar nicht daran denken, wenn RR solche Triebwerke bauen würde. So sitzt man dann halt Mitte Februar bei sommerlichen 30° im Büro und versucht seiner Arbeit nachzugehen. Spitze. Mein derzeitiger Höchstwert liegt bei 34,8° und das im Winter!!!! Schon recht lustig mit anzusehen wie alle so unter der Hitze stöhnen… Auf jedem zweiten Schreibtisch ist mindestens ein Ventilator in Betrieb. Sollte es das jetzt wenigstens gewesen sein? NEIN! Wie der ein oder andere von euch ja weiß hab ich hier größtenteils 3D Sachen erstellt. Da hier gerade eine große Reorganisation stattfindet wird der gesamte R&T (Research & Technology) einem anderen Bereich zugeordnet. Also müssen auch alle Teile die ich so erstellt habe eine andere „Kennung“ (um es mal simpel auszudrücken) erhalten. Bis dahin ja nicht so schlimm. Wäre da nicht das klitzekleine Problem, dass ich nachher nicht mehr meine Baugruppe, wo ich alle meine erstellten Teile zusammengefügt habe und auch schon Zeichnungen erstellt habe, einfach mal so verschwunden wäre. Von heut auf morgen konnte ich die Baugruppe einfach nicht mehr öffnen, weil sie flux verschwunden war. Am Dienstag war ich sogar der Vorletzte der das Büro verlassen hat! (19.12Uhr) Irgendwie muss ja der Beleg fertig werden. Seltsamerweise funktionierte am Donnerstag die Klimaanlage schon wieder und das obwohl sie das Ding erst am Samstag reparieren wollten, das ging mal schnell. Ganz schnell wurde auch das Problem an der „Wassermaschine“ gelöst. Die ist in der Büroküche installiert. Iss im Prinzip wie ein Wasserhahn, aus dem man kaltes und kochendes Wasser (für den beliebten Tee mit Milch zwischendurch) entnehmen kann. Jedenfalls hat die Maschine komische Geräusche gemacht. Rein zufällig war ich auch grad beim Tee trinken, als die „Monteure“ kamen. Die haben sich das Problem angeschaut, kurz überlegt, Maschine wieder an geschalten und sind wieder gegangen. Keine 2min später hat das Teil wieder angefangen Geräusche zu machen… Also haben wir es wieder ausgeschalten und erneut angerufen, bis jetzt ist es immer noch kaputt!

Samstag 17.02.07

Da ich mich ein wenig in meiner Planung geirrt hatte und das kommende Wochenende mit diesem verwechselt hatte wusste ich gleich mal gar nicht so recht was ich machen sollte. Also bin ich mal mit Bruno mit in die City gegangen. Bruno ist nämlich drauf und dran ein Auto zu kaufen und da wollte er mal meine Meinung hören, nicht das ich da so der Crack wäre, aber eine zweite Meinung kann ja nie schaden. Er hatte sich sogar schon einen Favoriten ausgesucht. Ford Fiesta 98er Baujahr ordentlicher Zustand. Nachdem wir das Auto dann ein wenig „durchforstet“ und den einen oder anderen Fehler gefunden hatten kam der Verkäufer zu uns. Das war Klasse ich hab mich gefühlt wie bei „Die Autohändlern“ (diese eine Serie mit den Türken bei RTL). Der hat einen Zeug erzählt, Wahnsinn! Wir: „Hey der Heckscheibenwischer funktioniert nicht!“, Er: „Achso? Lass mich mal gucken.“ Er setzt sich rein ins Auto, findet erstmal gar nicht den Schalter… nachdem wir ihm es dann gezeigt haben bemerkt er endlich auch das es nicht funktioniert. Also geht er hinter und versucht den Scheibenwischer hin und her zu biegen…Erklärung: „Es kann sein das die Vorbesitzer das nicht so oft genutzt haben und da kann das passieren das der Motor ein wenig fest ist…“ Na klar. Sicher, so wird´s sein! Ok nächstes Ding. Heckklappe. Unter dem Öffner für die Heckklappe ist ein 5cm x 8cm großer Rostfleck der sehr dürftig mit einer ähnlichen Farbe retuschiert ist. Als wir ihn darauf ansprechen meint er doch glatt ihm wäre das noch gar nicht aufgefallen… Ne so ein Typ, wie krazz. Doch das schreckt Bruno immer noch nicht ab. Er möchte gerne ne Probefahrt vereinbaren, also gehen wir mit in seinen tollen Bürocontainer (richtig edle Innenausstattung! Schreibtisch, Telefon, Stuhl und ne Kiste mit allen Autoschlüsseln…. Geil!) Nach einer Weile Palaver wird sich darauf geeinigt, dass er am Montag noch mal vorbeikommen soll um die Bude Probe zu fahren. Als letztes fragt Bruno noch ob´s denn noch andere Interessenten gibt. „Ne du bist zurzeit der Einzigste, also brauchst du keine Angst zu haben…“ Wie geil ist das denn mal? Will der hier ein Auto verkaufen oder nicht? Ne da kann ich doch nicht so was erzählen… Auf jeden Fall war es sehr lustig. Bruno war auf jeden Fall sehr verwundert, warum der so komisch war…Nur gut das ich hier kein Auto kaufen muss.

Sonntag 18.02.07

Zum Glück gings diesmal nicht ganz so früh zu einem weiteren Erkundungstrip los. Gegen 11 hat mich Mr.Lazy mit seinem „neuen“ Benz abgeholt. Schicke Kiste und jetzt der ganze Stolz von Martin. 92er Baujahr, aber dafür schon ne recht ordentlich Ausstattung und Motorisierung stimmt auch. Tagesziel diesmal lautete Warwick, um genauer zu sein die Burg von Warwick, wie ich von einigen auf Arbeit gehört habe soll dies sogar eine der besten in England sein. Neben Martin saßen auch noch Karsten, Abraham und ich im Auto. In der Burganlage angekommen wurden wir als erstes in die Kampfkunst des Mittelalters eingeweiht. Alle Burgangestellten waren mittelalterlich gekleidet. Der edle Ritter hat dann voller Begeisterung und Enthusiasmus von Streitaxt bis Langschwert alles vorgeführt was man so damit machen kann. Der hat sich so richtig reingesteigert. War recht informativ mal so einen Überblick zu bekommen. In der Burg dann selbst war auch eine Ausstellung wie die Adeligen so im 19.Jhd. in der Burg so gelebt haben. Alle Szenen waren mit Wachsfiguren nachgestellt. So kam man vom „Partyraum“ über die Bibliothek, das Raucherzimmer bis zu den Schlafräumen. Gelungene Ausstellung. Mittag haben wir auf einer Bank im Burgpark bei Sonnenschein gegessen. Anschließend sind wir dann noch auf den Burgturm und in die Folterkammer. Nach unserem Burgbesuch haben wir noch einmal kurz der Kirche einen Besuch abgestattet. Und was macht der Engländer nach dem Kirchgang? Richtig er geht in den nächsten Pub, so auch wir. So konnten wir gestärkt die Rückreise antreten.
Kommentare (2)  Permalink

Kommentare

Marco @ 02.03.2007 23:43 CET
Heia,

hammergeile Story mit dem Autohändler. Die Engländer halt. Ich wollt schon ne Story über Frankfurt schreiben, hab aber noch keine Kamera hier und so ein blanker Text ist ja auch nicht sehr schön. Aber geile Fotomotive hab ich schon entdeckt.
Have some lovely days there and a save journey back home.

CU soon back home
Marco @ 02.03.2007 23:45 CET
Ich nochmal. Übrigens hast du mich bei den Clicks auf deiner Seite überholt. Aber ich werd mich ran halten ;-)

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